So, wieder ein neuer Bericht, also am Wochende vom 22.10-24.10 kam dann der Jan H.(Afs Deutschland) zu Besuch ebenfalls kamen Freddie(Afs D.) Und Swenja (Afs D.) eigentlich war der Plan das wir gemeinsam dann mit Lea nach Monte Casino (Party und Restaurant Viertel) fahren, allerdings ging der Plan dann nicht ganz auf und wir fuhren nach Greenside war aber auch ganz schön zum Feiern. Als wir wieder kamen haben wir dann hier noch weiter gefeiert mit einigen Südafrikaner und dem Rest aus unserer WG. Lea und ich haben dann ma Sonntag Jan H. Nach Hause gefahren, was allerdings doch ein verdammt langer Weg war, wir sind dann auch am Township Daveytown und vielen informellen Siedlungen vorbei gefahren, wie die Leute da hausen ist teilweise nicht zu begreifen.
Die Woche verlief dann eigentlich verhältnismäßig ruhig, wir bekamen die offizielle Einladung zum Buschcamp, wo wir dann als Volunteers am Wochenende vom 5.11-7.11, auf 51 Kinder von zwei Waisenhäusern aufpassen sollen. Am Donnerstag(28.10) feierten wir dann Emmas (Volunteer aus Irland) Abschied,für den dann auch extra Freddie aus Pretoria für das Wochenende rüber kam, mittlerweile ist sie dann auch gut in ihrer Heimat angekommen. Wir gingen in einen Club in Rosebanks mit noch einigen Südafrikanern. Am Freitag waren dann Johanna, Danimar und ich, die einzigen die arbeiten mussten, war dann auch dementsprechend zu spüren aber die Angestellten wussten Bescheid und hatten Verständnis fanden unsere Müdigkeit eigentlich nur permanent lustig. Am Samstag musste ich dann ebenfalls arbeiten, Jennifer und ich fuhren mit den Kindern unter uns zu einem Birthday Bash von einer Supermarkt Kette, wo unserer Kinder dann singen sollten, deshalb übten wir am Freitag extra einen Song mit den Kindern ein. Allerdings wurden wir dann auf diesem Birthday Bash weg ignoriert, die Kinder bekamen zumindest was zu essen und zu trinken, durften aber nie auftreten, dann sprach ich nochmal mit dem Chef, der daraufhin einsah, das es etwas dreißt ist die Kinder nicht auftreten zu lassen und ihnen nur essen zu geben, obwohl wir da 5 stunden in der prallen Sonne gewartet hatten, er suchte dann für jedes Kind noch Geschenke raus, dann war bei den Kindern auch wieder alles vergessen.
Am Samstag abend feierten wir dann Halloween in Mellville, war ganz nett aber nicht so groß wie in England, deshalb waren die beiden Schottinnen etwas enttäuscht aber wir haben trotzdem schön gefeiert.
So und dann brach auch schon der November an, die Woche fing dann ruhig an, am Mittwoch fuhr ich dann mit den Kindern aus Gertruds class, sprich die älteren Vorschul Kinder in ein Burger Restaurant namens Spur, dort lernten die Kinder dann Burger zu machen und bekamen Burger und Pommes wir ebenfalls. Am Donnerstag schnitt dann ein Mädchen aus der Baby Class (Kinder bis 2) , ihrer Klassenkameraden mit der Schere einen Finger fast ab, sie stoppte dann beim Knochen, aber das hat geblutet, daraufhin rief Jennifer(Volunteer aus Schottland) die Krankenschwestern und sie fuhr dannn mit Lerato ins Krankenhaus aber es dauerte erstmal 5 Stunden bis sie dran kamen und dann war Jennifer am späten abend wieder zurück. Aber Lerato ist mitlerweile wieder gut drauf.
Am Donnerstag abend gings dann zu ehren von unserm Brasilianer Danimar in ein Brasilinischen all you can eat Restaurant.
Am Freitag wurden wir dann um 10.00 Uhr von Lindy abgeholt die Leiterin des „Camp Footprints amazing campz for amazing Kids“ , das ist der Name dieser Charity, sie organisiert hatl Camp entweder im Busch oder an der Küster für Kindermit Lebensbeinträchtigen Krankheiten, wie HIV oder Krebs, in diesem Camp waren jetzt hauptsächlich HIV positive Kinder. Unsere Aufgabe als Volunteers war es eig so die Leitung zu übernehmen die Kinder ins Bett zu bringen sie zusammen zu halten unter anderem auch sicher stellen das sie ihre Medizin nehmen, da die ARV immer zur gleicehn Zeit jeden Tag eingenommen werden müssen. Also wir warteten nachdem wir alles vorbereitet hatten auf die Kinder die deutlich Verspätung hatten.
Leider hatten wir keine Liste der Kinder, sodass wir sie vor ihrer Ankunft schonmal hätten einteilen können, aber die Chefin meinte das läuft schon, wenn die ankommen typisch afrikanisches halt wieder, das wird schon alles i-wie. Als dann die Kinder vom SOS Kindergarden und vom St. Marys Waisenhaus ankamen, war es für die organisierten Europäer echt nen Chaos die Kinder einzuteilen, da wir die Kinder ja noch nicht einmal kannten, was sich auch bei einigen bis zum Ende des Camps nicht änderte. Erstmal mussten wir feststellen, dass mehr Kinder kamen, als angekündigt. Aber gut zumindest hatten die mitgereisten Krankenschwestern und Careworkers genug Medizin für alle dabei. Und nach einigem hin und her bekamen wir dann auch die Bungalows Besetzungen in den Griff.
Es waren 3 taube Kinder dabei, von denen 2 17 und 16 waren und einer 4 oder 5, der kleine taube Junge schlief in meinem Bungalow. Als er am Freitag ankam schlug der die ganze Zeit und schrie, wie ich am Samstag dann feststellte, tat er das wohl, weil keiner Verstand was er wollte, am Samstag und Sonntag war er dann ganz ruhig man musste einfach nur versuchen ihm seinen Willen von den Augen abzulesen, was am Ende auch recht gut funktionierte. Die beiden älteren tauben Mädchen konnten Lippen lesen und Zeichensprache, bei ihnen war es nicht so kompliziert, die anderen Kinder haben dann immer für uns die Zeichensprache übersetzt. Ein anderes Mädchen war dabei, das auf einmal als ich mit den kleinen Jungs duschen war, um die Jungendusche umher schlich und wie eine Hexe herumtanzte und als ich nicht hin guckte die Jungen mit Stöckern jagte, die kleinen hatten richtig Angst vor ihr. Daraufhin eskortierte ich die Jungen zu ihrem Bungalow, um danach dann mit ihr zu sprechen und ich fragte sie, warum sie die kleinen jage und ihnen so eine Angst einjagen würde. Worauf sie antwortete:“ They have Deamons in their heads I have to kill them.“ , diese Antwort zusammen mit ihrem Verhalten kam mir dann schon etwas komisch vor und ich bat Rosanne(auch ein Volunteer) um Hilfe, da sie in Holland bevor sie kam auch mit Kindern mit Verhaltens auffälligkeiten zusammen gearbeitet hat und sie eben auch Psychologie studiert hat.
Rosanne fand dann auch schnell ihr Problem raus, das Mädchen war bis zum August auf starken Psychologischen Medikamenten, da sie eben diese Bilder und Einbildungen im Kopf hatte, man dachte sie bräuchte die Medikamente nicht mehr aber in dem Camp brach das Verhalten dann wieder aus, vielleicht auch schon vorher und keiner merkte es.
Naja aber neben all den Schwierigkeiten und dem Stress für uns hatten die Kinder verdammt viel Spaß, wir gingen auf Game Drives, Game Walks, schwammen mit den Kindern tanzten spielten Fußball bekamen leckeres essen und und und.
Wenn auch an manchen Stellen verbesserungwürdig, ist dieses Camp eine verdammt gute Sache. Und was mich persönlich letzten Endes davon überzeugt haben, waren viele der Kinder die mich fragten, ob sie nicht für immer da bleiben könnten, ich werde den kleinen James(5 jahre) wohl nie vergessen, der mich am Arm zupfte mich zu einer Bank zerrte und dann zu mir sagte: „ I will never go away... I will stay here forever I am so happy.“
Und natürlich meinen Geburtstag, es war natürlich komplett anders, anstatt wie eigentlich geplant meinen Geburtstag bei Freddie in Pretoria zu feiern, verschob ich meinen Geburtstag feier auf das nächste Wochende, für das Camp und ich konnte mir nicht vorstellen, wie es ist einen Geburstag mit mehr als 51 Kindern zu feiern ohne meine Freunde, ohne richtig Feierei und es war echt anders, nicht schlecht aber einfach anders. Wir Volunteers nahmen alle unsere Kraft zusammen, um bis nach 12 aufzubleiben haben ,dann mit ein bischen Wein auf meinen Geburtstag angestoßen. Und am nächsten Tag sangen dann alle Kinder für mich Happy Birthday mitten im Busch von Afrika, es wird wahrscheinlich das erste und letzte Mal sein, dass ich mein Geburtstag auf diese Art und Weise feier, aber aufjedenfall werde ich es nicht vergessen. Das nächste mal möchte ich dann wieder mit euch feiern, das hab ich echt vermisst.
Aber falls ihr noch mehr über Camp Footprints wissen wollt: www.justfootprints.org.za
Also bis zum nächsten Mal und schöne grüße aus dem sonnigen Südafrika :)
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